Gemeinde St. Stefan im Gailtal

Osterfeuer: Vorgaben und Sicherheitstipps

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(Information der Landesstelle für Brandverhütung Steiermark)

In der Marktgemeinde Gratwein-Straßengel gibt es am Ostersamstag (16.04.2022) zwei große Osterfeuer:

  • ab 18.30 auf der „Huberwiese" (gegenüber Spar/OT Judendorf)
  • nach der Messe auf der Teichwiese im OT Eisbach

Für alle, die selber ein Osterfeuer anzünden, gibt es klare Vorgaben der Landesstelle für Brandverhütung Steiermark:

Erlaubt sind Osterfeuer am Karsamstag von 15:00 bis 3:00 Uhr in der Früh am Ostersonntag. Es muss sich auch um eine langjährig gelebte Tradition mit eindeutigem Brauchtumshintergrund handeln. Ein Abbrennen zum Zwecke der Abfallbeseitigung oder zu anderen Zeiten ist nicht zulässig. Es ist ausschließlich trockenes biogenes Brennmaterial zu verwenden. Es dürfen keine Brandbeschleuniger zum Einsatz kommen. Vor Ort sollen alle Voraussetzungen für ein rasches, effektives Löschen des Feuers geschaffen werden (zB Wasser, tragbare Feuerlöscher).

Gesetzlich werden auch Mindestabstände im Umkreis des Brauchtumsfeuers definiert, die nicht unterschritten werden dürfen:

  • 40 Meter Abstand zu Baumbeständen bzw. Wäldern sind einzuhalten. Dementsprechend ist zur sicheren Durchführung von Oster- bzw. Brauchtumsfeuern eine größere Freifläche erforderlich, wobei in diesem Zuge darauf hinzuweisen ist, dass auch auf einzelne Buschwerke und Strommasten in diesem Umkreis zu achten ist.
  • 50 Meter Abstand von der Feuerstelle zu Gebäuden jeder Bauart gilt es ebenso einzuhalten. Im Falle von Energieversorgungsanlagen sowie Betriebsanlagen mit leicht entzündlichen bzw. explosionsgefährdeten Gütern ist die doppelte Distanz zu wahren (100 m).
  • 50 MeterAbstand zu öffentlichen Verkehrsflächen sowie zu Parkplätzen und Zufahrtsstraßen sind nicht zu unterschreiten, wenn diese nicht ausschließlich land- und forstwirtschaftlich genutzt werden oder keine verkehrssichernde Maßnahmen getroffen werden.

Eine unzumutbare Belästigung der Nachbarschaft hat der Verordnung zur Folge jedenfalls zu unterbleiben.

Sicherheitstipps und Hinweise:

  • Geeignetes Brennmaterial verwenden. Als Brennmaterial zulässig sind lediglich unbehandelte Hölzer bzw. trockener Strauch- und Baumschnitt, nicht zuletzt um starken Qualm oder giftige Dämpfe zu vermeiden. Andere Brennstoffe und nicht biogene Materialien (wie ua Verpackungsmaterialien) sind bei Brauchtumsfeuern nicht zulässig. Keinesfalls dürfen Abfallbestände oder Sperrmüll (wie zb Baumaterialien) verbrannt werden. Zur Entsorgung dieser Gegenstände und Materialien sind die dafür vorgesehenen Sammelstellen (wie Altstoffsammelzentren und Grünschnitt-Deponien) zu nutzen.
  • Hitzeentwicklung bedenken und Sicherheitsabstände vorgeben. Vor allem Strohballen können sich durch die entstehende Hitzeeinwirkung oder Funkenflug entzünden und bilden somit eine ungeeignete Sitzgelegenheit direkt bei der Feuerstelle. Allgemein trägt es zur Sicherheit bei, diesbezüglich gewisse Sicherheitsabstände zwischen dem Feuer und dem Aufenthaltsbereich von Personen vorzugeben bzw. ausreichend zu beachten.
  • Funkenflug vermeiden. Auch wenn es für staunende Gesichter und große Augen sorgt, sobald Funken am Nachthimmel erglühen, so ist darauf zu achten, dass möglichst wenige Funken beim Nachlegen von Brennholz entstehen. Baumschnitt sollte nicht völlig planlos ins Feuer geworfen werden, denn manche Hölzer bzw. Äste neigen zur Funkenbildung. Bei trockener Witterung wie verdorrten Wiesenflächen in näherer Umgebung (ggfs weiter als die vorgeschriebenen 50 m von der Feuerstelle entfernt) besteht Brandgefahr bei Funkenflug. Brennholz sollte nicht zu viel und nie unkontrolliert abgebrannt werden.
  • Osterhasen schützen. Brennmaterial umzulagern, bevor es angezündet wird, ist sinnvoll, damit das Osterfeuer nicht zur Flammenfalle für Kleintiere wird. Vor dem Entzünden das für das Feuer vorgesehene Brennmaterial umzuschichten, ermöglicht Tieren die Flucht.
  • Im Ernstfall Notruf (122) wählen. Sollte das Feuer wider Erwarten außer Kontrolle geraten, so sind die Einsatzkräfte unverzüglich zu informieren, um Schaden abzuwenden. Um ein unkontrolliertes Abbrennen rechtzeitig einbremsen zu können, sollten stets ausreichend Löschmittel in der näheren Umgebung des Oster- bzw. Brauchtumsfeuers bereitstehen, wie eine Wasserentnahmestelle oder tragbare Feuerlöscher und Sand.
  • Feuerstelle kontrollieren. Bei offenem Feuer hat ohne Unterbrechung bis zum endgültigen Brand-Aus eine Beobachtung zu erfolgen. Auch auf Glutnester im Boden ist zu achten, da diese nach dem Abbrennen oft nicht sofort ersichtlich sind, va in tieferen Boden- oder Holzschichten, weshalb das Löschen sorgfältig vorgenommen werden muss.