LEADER Region Grazer Bergland
WIR SIND LEADER: Grazer Bergland
Grazer Bergland
Was ist LEADER?
Wer ist LEADER?
Was macht LEADER?
LEADER fördert wirkungsvolle Projekte in folgenden Bereichen
STEIGERUNG WERTSCHÖPFUNG
NATÜRLICHE RESSOURCEN & KULTURELLES ERBE
STÄRKUNG FÜR DAS GEMEINWOHL WICHTIGE STRUKTUREN & FUNKTIONEN
KLIMASCHUTZ & ANPASSUNG AN DEN KLIMAWANDE
Die maximale Fördersumme pro Projekt beträgt € 150.000,-.
Gemeinden, Vereine, Unternehmen, Privatpersonen, Genossenschaften etc. können LEADER-Projekte einreichen.
Weitere Informationen zu den Förderbereichen, Förderhöhen, Beratungsleistungen und Projekten finden Sie unter www.grazerbergland.at.
LEADER-Projekte in der Marktgemeinde Gratwein-Straßengel
Grazer Bergland Obstpresse –
Nachhaltige Sicherung der regionalen Obstverarbeitung
Die Obstpresse im Stift Rein wird modernisiert und als zentrale Verarbeitungsstelle für die LEADER-Region Grazer Bergland weiterentwickelt. Das Projekt sichert die regionale Obstverarbeitung, stärkt die Zusammenarbeit der Gemeinden und fördert die Nutzung heimischer Obstbestände.
Fakten
Projektträgerin: Marktgemeinde Gratwein-Straßengel
LEADER-Förderung | Förderfähige Gesamtkosten € 30.689,09 | € 51.148,50
Durchführungszeitraum: 01.07.2026 bis 31.12.2027
Projektbeschreibung
Im Laufe der Zeit haben in der LEADER-Region Grazer Bergland mehrere Obstpressen ihren Betrieb eingestellt, wodurch die regionale Verarbeitungsinfrastruktur zunehmend ausgedünnt wurde. Die noch bestehenden Anlagen stoßen aufgrund begrenzter personeller Ressourcen und eingeschränkter Kapazitäten mittlerweile an ihre Belastungsgrenzen und können die bestehende Nachfrage nicht mehr vollständig abdecken. Dadurch entsteht ein wachsender Bedarf an einer zentralen, gut erreichbaren und leistungsfähigen Lösung für die Obstverarbeitung in der Region.
Im Rahmen des interkommunalen Projekts wird die bestehende Obstpressanlage im Stift Rein technisch adaptiert und organisatorisch neu aufgestellt. Die Marktgemeinde Gratwein-Straßengel übernimmt dabei den Betrieb, während die sechs Gemeinden der LEADER-Region Grazer Bergland (Frohnleiten, Übelbach, Deutschfeistritz, Peggau, Gratkorn und Gratwein-Straßengel) im Rahmen einer verbindlichen interkommunalen Zusammenarbeit gemeinsam die langfristige Sicherstellung und Zugänglichkeit der Anlage für die Bevölkerung im Grazer Bergland gewährleisten.
Ziel des Projekts ist es, die regionale Obstverarbeitung für landwirtschaftliche Betriebe und Privatpersonen nachhaltig zu sichern und bestehende Versorgungslücken durch geschlossene Obstpressstandorte zu schließen. Durch die nachhaltige Adaptierung der zentral gelegenen Anlage im Stift Rein wird eine wohnortnahe und effiziente Möglichkeit geschaffen, heimisches Obst professionell verarbeiten zu lassen. Ergänzt wird das Projekt durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung der Abläufe sowie durch begleitende Bewusstseinsarbeit in Zusammenarbeit mit regionalen Obst- und Gartenbauvereinen sowie KEM- und KLAR!-Regionen. Dadurch wird die nachhaltige Nutzung regionaler Obstbestände gestärkt und die regionale Wertschöpfung langfristig gesichert.
Effekte & Zielsetzungen
Ziel des Projekts ist die nachhaltige Sicherstellung einer regional zugänglichen Obstverarbeitung durch die Adaptierung der Obstpresse im Stift Rein sowie die Stärkung von Wertschöpfung, Umweltbewusstsein und Zusammenarbeit in der LEADER-Region Grazer Bergland.
Ziele im Detail:
- Sicherstellung einer flächendeckenden und wohnortnahen Obstverarbeitung für die Bevölkerung und landwirtschaftlichen Betriebe der LEADER-Region Grazer Bergland.
- Nachhaltige Nutzung der bestehenden Obstpressanlage im Stift Rein als zentrale regionale Infrastruktur. Entlastung der bestehenden, eingeschränkt verfügbaren Presskapazitäten in der Region.
- Förderung der Verwertung regionaler Obstbestände und Vermeidung von Ernteverlusten im privaten und landwirtschaftlichen Bereich.
- Stärkung regionaler Wertschöpfungskreisläufe durch lokale Verarbeitung und kurze Transportwege.
- Beitrag zur Bewusstseinsbildung für nachhaltige, ressourcenschonende Lebensmittelverarbeitung und regionale Versorgung.
- Sicherstellung eines niederschwelligen und kostengünstigen Zugangs zur Obstverarbeitung
- Zusammenarbeit mit regionalen Obst- und Gartenbauvereinen sowie den KEM- und KLAR!-Regionen zur Forcierung von Bewusstseinsbildungsmaßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit, Streuobstpflege und Klimawandelanpassung.
Ansprechperson
Bürgermeisterin Doris Dirnberger
+ 43 3124 51 300-0
gde@gratwein-strassengel.gv.at
Interaktive Klangskulptur am Grazer Bergland Wanderweg
Der neue Rastplatz in der Nähe des Stifts Rein macht eine Pause auf dem Grazer Bergland Wanderweg zum Erlebnis. Die „Klangskulptur“ mit Xylophon-Klangstäben lädt Besucher*innen ein, die Töne der Basilika Rein zu entdecken. Ein kreatives, regionales Highlight für Wandernde und die lokale Bevölkerung gleichermaßen.
Fakten
Projektträgerin: Marktgemeinde Gratwein-Straßengel
LEADER-Förderung | Förderfähige Gesamtkosten € 9.600,00 | € 7.680,00
Durchführungszeitraum: 01.04.2026 bis 31.12.2026
Projektbeschreibung
Im Zuge der Entwicklung des Grazer Bergland Wanderweges wurde ein offener Kreativwettbewerb mit in der Region ansässigen Künstler:innen und Akteur:innen der Kreativwirtschaft durchgeführt.
Ziel war es, innovative und standortbezogene Ideen zur qualitativen Aufwertung des Wanderweges zu generieren. Als Ergebnis des Kreativprozesses entstanden mehrere einzigartige Konzepte für gestaltete Rastplätze, die den Wanderweg sowohl für Wandernde als auch für die lokale Bevölkerung attraktiver machen. Die eingereichte Umsetzungsidee von Andreas Braunental ging für den Standort Stift Rein als Siegerprojekt aus diesem Wettbewerb hervor. Die Umsetzung der „Klangskulptur“ erfolgt in der Nähe des Stiftes Rein und dient der nachhaltigen kulturellen und touristischen Aufwertung des Grazer Bergland Wanderweges.
Zentrales Element des Rastplatzes ist eine überdachte Klangskulptur aus Holz mit fünf Xylophon-ähnlichen Klangstäben aus Akazienholz, deren Töne den fünf Kirchenglocken der Basilika Rein entsprechen. Die Klangstäbe sind von Besucher:innen frei bespielbar und ermöglichen ein bewusst leises, harmonisches Klangerlebnis im öffentlichen Raum. Ergänzt wird die Installation durch eine Informationstafel. Die Umsetzung erfolgt unter Einbindung regionaler Handwerksbetriebe und natürlicher sowie langlebiger Materialien.
Effekte & Zielsetzungen
Ziel des Projekts ist die Umsetzung eines innovativen Kultur-Rastplatzes, der regionale Kultur, Naturerlebnis und kreative Beteiligung verbindet. Durch die Klangskulptur wird die Aufenthaltsqualität am Grazer Bergland Wanderweg erhöht und ein neuer Anziehungspunkt für Wandernde, Gäste rund um das Stift Rein, Familien sowie die einheimische Bevölkerung geschaffen. Gleichzeitig wird die regionale Kreativwirtschaft gestärkt und ein niederschwelliger Zugang zu Kunst und Kultur im öffentlichen Raum ermöglicht.
Das Projekt leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung des kulturellen Erbes, indem ein zentrales Element regionaler Identität – die Kirchenglocken der Basilika Rein – in zeitgemäßer, niederschwelliger Form erlebbar gemacht wird. Durch die Verbindung von Klang, Landschaft und kultureller Vermittlung entsteht ein dauerhaftes Kulturobjekt im öffentlichen Raum. Die Umsetzung auf öffentlichem Grund sowie die Verwendung natürlicher, langlebiger Materialien und die Einbindung regionaler Handwerksbetriebe sichern einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und fördern die nachhaltige kulturelle Aufwertung des Grazer Bergland Wanderweges.
Ansprechperson
Bürgermeisterin Doris Dirnberger
+ 43 3124 51 300-0
gde@gratwein-strassengel.gv.at
MURSPOT - Naturzonen bewahren & verstehen
Fakten
LEADER-Förderung | Förderfähige Gesamtkosten € 7.015,12 | € 11.691,87
Durchführungszeitraum: 23.09.2025 bis 21.12.2025
Projektbeschreibung
Seit dem Jahr 2024 pachtet die Marktgemeinde Gratwein-Straßengel eine Grünfläche am Murufer im Ortsteil Judendorf, nördlich der Sappi-Kläranlage und direkt am Murradweg gelegen. Diese Fläche soll in erster Linie als naturnahes Mur-Erholungsgebiet mit freiem Zugang für die ortsansässige Bevölkerung dienen. Gleichzeitig bietet sie eine willkommene Rastmöglichkeit für Radfahrerinnen und Radfahrer entlang des Murradweges. Im Zuge der ersten Kultivierungsmaßnahmen wurde bewusst darauf geachtet, bestimmte Teilbereiche in ihrem ursprünglichen, naturnahen Zustand zu belassen. Diese Rückzugsräume bieten wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der lokalen Biodiversität.
Um diese ökologisch wertvollen Naturzonen für BesucherInnen sowohl sichtbar als auch verständlich zu machen, hat die Marktgemeinde das Projekt „MURSPOT: Naturzonen bewahren & verstehen“ ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für die ökologischen Besonderheiten des Gebiets zu schärfen, den achtsamen Umgang mit sensiblen Bereichen zu fördern, die Verbindung zwischen Mensch und Natur zu stärken und einen nachhaltigen, naturnahen Erholungsraum für alle Generationen zu schaffen.
Effekte & Zielsetzungen
Das zentrale Ziel des Projekts ist die Sensibilisierung der Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung und Notwendigkeit naturnaher Lebensräume. Es soll ein Bewusstsein für den Wert ökologisch intakter Zonen geschaffen und dazu angeregt werden, diese als wertvolle Naturbeobachtungsräume zu erkennen und zu schätzen.
Konkret verfolgt das Projekt folgende Ziele:
- Vermittlung von Wissen über Flora, Fauna und Naturschutz: Durch die fachlich fundierte Aufbereitung der Inhalte in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Naturschutzjugend, basierend auf einem naturpädagogischen Konzept.
- Visuelle und didaktische Aufbereitung: Die Informationen werden anschaulich, bilderreich und professionell grafisch gestaltet, um Natur- und Umweltthemen für alle Altersgruppen leicht zugänglich und interessant zu machen.
- Naturerlebnis fördern: Durch die Installation mehrerer Infotafeln in Kombination mit komfortablen Holzliegen entsteht eine Verbindung aus Information und Entspannung – ein Ort, an dem Lernen und Erholung zusammenfinden.
- Wertschätzung durch Wissen fördern: Getreu dem Motto „Durch Wissen entsteht Wertschätzung“ trägt das Projekt zur Stärkung des Umweltbewusstseins und zur langfristigen Erhaltung naturnaher Räume bei.
So entsteht am MURSPOT Gratwein-Straßengel ein Ort mit echtem Mehrwert – ökologisch, pädagogisch und sozial.
Link zum Projektbericht: MURSPOT – Naturzonen bewahren & verstehen – Regionalmanagement Steirischer Zentralraum
Link zum Projektvideo: 5o Schritte, die Natur schützen
Ansprechperson
Martin Wusche
+ 43 3124 51 300-0
gde@gratwein-strassengel.gv.at
OK Gratwein
Fakten
LEADER-Förderung | Förderfähige Gesamtkosten € 17.506,80 | € 29.178,00
Durchführungszeitraum: 06.06.2024 bis 31.03.2025
Projektbeschreibung
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Gemeinde Gratwein-Straßengel 2023 das Vorprojekt „Lokale Agenda OK Gratwein“ ins Leben gerufen. Mit vereinten Kräften soll der Ortskern wiederbelebt und zu einem attraktiven Lebensraum für alle Generationen entwickelt werden. In einem beispielhaften Prozess der Bürger:innenbeteiligung arbeiten Politik, Verwaltung, Expert:innen, Gewerbetreibende und Bewohner:innen Hand in Hand. Zahlreiche Workshops und Veranstaltungen boten Raum für Ideen und Diskussionen. Gemeinsam wurden die Stärken des Ortskerns herausgearbeitet und konkrete Schritte für die Zukunft definiert. Das eigentliche Zentrum von Gratwein wurde mit der offiziellen Ortskernabgrenzung klar flächig definiert. Im Ortskern ist es wesentlich, Maßnahmen innerhalb einer abgestimmten Entwicklungsstrategie zur Stärkung des Zentrums umzusetzen. Die ersten Ergebnisse des Projekts stimmen positiv. Die öffentliche Präsentation im Dezember 2023 stieß auf große Zustimmung. Die hohe Beteiligung der Bevölkerung und die positive Resonanz zeigen, dass das Projekt den Nerv der Zeit trifft. Der Weg zur Belebung des Ortskerns ist jedoch noch lang. Im Rahmen des Projektantrags „OK Gratwein“ liegt der Fokus auf der Umsetzung von konkreten Maßnahmen. Dazu gehört unter anderem die enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, die kontinuierliche Evaluierung des Fortschritts und die Anpassung der Maßnahmen an die Bedürfnisse der Bevölkerung sowie Wirtschaft und Gewerbe.
Aus dem Beteiligungsprozess (Vorprojekt „Analyse- und Bürgerbeteiligung OK Gratwein“) wurden folgende Ziele zusammengefasst:
- Hohe Priorität für Verkehrs- und Grünflächenprojekte
- Begegnungszone und Fuß- und Radverkehr
- Inklusion und Vernetzung als Alleinstellungsmerkmal
- Leerstandsmanagement und Ortskern-Kümmerer im Gewerbebereich
- Attraktive Gestaltung des öffentlichen Raums
- Unterstützung für Gewerbetreibende
Das gegenständliche Projekt zielt somit im Wesentlichen auf das Leerstandsmanagement und die Unterstützung für Gewerbetreibende ab, wobei die Ziele im Sinne einer sektorenübergreifenden Zentrumsentwicklung naturgemäß ineinander übergreifen. Dabei bilden die Leerstandserhebung und die Schaffung einer Online-Immobilienplattform die Basis für ein fundiertes Leerstandsmanagement für den Ortskern von Gratwein. Parallel dazu führen Stammtische mit Gewerbetreibenden und Hauseigentümer:innen zu einer Aktivierung und Vernetzung. Ein Konzept für Pop-Up-Initiativen und Zwischennutzungen soll die Belebung von Leerständen forcieren. Diese konkreten Schritte sind Teil des umfassenden Konzepts für ein Leerstandsmanagement, welches im Rahmen des LA 21 Projekts “Lokale Agenda OK Gratwein” 2023 in intensiver Zusammenarbeit der Gemeinde, Expert:innen, Bürger:innen und Gewerbetreibenden sowie Hauseigentümer:innen entwickelt wurde. So soll eine positive Entwicklungsspirale und Dynamik im und um den Ortskern von Gratwein in Gang gesetzt werden, die Wahrscheinlichkeit für künftigen Leerstand verringert werden sowie die Aufenthalts- und Lebensqualität im Zentrum gestärkt werden.
Effekte & Zielsetzungen
- Das Projektziel besteht darin, den erfolgreichen Prozess des Projekts „Lokale Agenda OK Gratwein“ aus dem Jahr 2023 fortzusetzen und Teile der partizipativ erarbeiteten Entwicklungsstrategie umzusetzen. Dabei werden gezielte Maßnahmen ergriffen, um die Leerstandsquote insgesamt zu verringern.
Die Behebung von Leerstandsproblemen erfordert ein umfassendes Maßnahmenpaket, welches folgende Punkte umfassen kann: - Renovierungs- und Sanierungsförderungen: Informationen über finanzielle Anreize und Förderungen für Eigentümer:innen, um veraltete Immobilien zu renovieren und für potenzielle Mieter oder Käufer attraktiver zu machen.
- Marketing und Öffentlichkeitsarbeit: Kampagnen zur Förderung des Ortskerns und zur Steigerung der Attraktivität für Investoren, Geschäftsinhaber und neue Bewohner:innen.
- Nutzungskonzepte: Entwicklung neuer Nutzungskonzepte für leerstehende Gebäude, wie zum Beispiel Co-Working-Spaces, kulturelle Einrichtungen oder Gemeinschaftszentren.
- Kooperationen und Netzwerke: Förderung der Zusammenarbeit zwischen Eigentümer:innen, Gemeinde, Wirtschaft und anderen relevanten Akteur:innen, um Synergien zu schaffen und gemeinsame Lösungen zu finden.
- Bürokratische Unterstützung: Vereinfachung von Genehmigungsverfahren und Bereitstellung von Beratungsdiensten, um Eigentümer:innen den Prozess der Immobilienentwicklung zu erleichtern.
- Infrastrukturverbesserungen: Investitionen in die lokale Infrastruktur, um den Ortskern attraktiver und lebenswerter zu gestalten.
Dies soll dazu beitragen, den strukturellen Leerstand effektiv zu bekämpfen und den Ortskern von Gratwein wieder zu beleben. Dazu werden diese Punkte in folgende konkrete und umzusetzende Maßnahmen in den Ortskernprozess Gratwein integriert:
- Auf- und Ausbau geeigneter Organisationsstrukturen: Um den Ortskern nachhaltig zu stärken, werden geeignete Organisationsstrukturen entwickelt und ausgebaut, beispielsweise die Initiierung von Arbeitsgruppen, die Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen und die Förderung weiterer Bürgerbeteiligung.
- Durchführung einer Leerstandserhebung: Eine gründliche Leerstandserhebung im Ortskern, sowohl analog als auch digital, ist essenziell, um den aktuellen Stand und Entwicklungsmöglichkeiten der Immobiliensituation zu erfassen und gezielte Maßnahmen einzuleiten.
- Einbindung von Hauseigentümer:innen und Gewerbetreibenden: Die aktive Einbindung dieser Stakeholder ist von zentraler Bedeutung. Durch Dialog und Zusammenarbeit werden gemeinsame Interessen identifiziert und umgesetzt, um eine lebendige Ortskernentwicklung zu erreichen. Ziel ist die potenzielle Gründung einer Gewerbevereinigung.
- Aufbau einer Immobilienplattform und Leerstandsmanagements: Die Schaffung einer Online-Immobilienplattform, angepasst an die örtlichen Gegebenheiten, zur Implementierung eines Leerstandsmanagements, um den Leerstand im Ortskern zu reduzieren und potenziellen NutzerInnen und Investoren attraktive Möglichkeiten aufzuzeigen.
- Vorbereitung und Umsetzung eines Ortskernkoordinators oder einer -koordinatorin bzw. eines Kümmerers oder einer Kümmerin: Die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle in Form eines Ortskernkoordinators oder einer -koordinatorin bzw. eines Kümmerers oder einer Kümmerin für eine koordinierte und effektive Umsetzung der Maßnahmen zur Ortskernentwicklung – dies geschieht in Hinblick auf eine angekündigte Förderung für Ortskernkoordinator:innen.
Link zum Projektbericht: OK Gratwein – Regionalmanagement Steirischer Zentralraum
Link zum Projektvideo: 5o Schritte für lebendige Ortskerne
Ansprechperson
CULINARY HERITAGE – Regionale Esskultur der Zisterzienser
Fakten
LEADER-Förderung | Förderfähige Gesamtkosten € 6.403,20 | € 8.004,00
Durchführungszeitraum: 06.06.2024 bis 31.12.2024
Projektbeschreibung
Die Zisterziensischen Kulturlandschaften tragen offiziell das Europäische Kulturerbe-Siegel. Damit wird ihre Schlüsselrolle in der europäischen Geschichte und Kultur gewürdigt. 17 Zisterziensische Klosterlandschaften in fünf europäischen Ländern sind unter dem Titel „Cisterscapes connecting Europe“ miteinander verbunden. Unter ihnen ist auch das Zisterzienserstift Rein. Der Landkreis Bamberg in Deutschland hatte alle 17 Klosterlandschaften für das Europäische Kulturerbe-Siegel (EKS) eingereicht. Das Siegel wurde dem Stift Rein am 27.09.2024 überreicht, und am darauffolgenden Tag, dem 28.09.2024, lud das Stift Rein und die Marktgemeinde Gratwein-Straßengel die regionale Öffentlichkeit zu einer besonderen Feier ein: „Kulinarisches Erbe – regionale Esskultur der Zisterzienser“.
Die Zisterzienser sind ein europäischer Orden, der sich seit dem Mittelalter über viele Länder ausbreitete und die Kulturlandschaften vielerorts bis heute prägt. Das kulinarische Erbe, das seine Wurzeln in den Zisterzienserklöstern hat und seine Rohstoffressourcen vor allem aus der von den Zisterziensern kultivierten und bewirtschafteten Landschaft der Umgebung bezieht, hat sich über viele Jahrhunderte hinweg Hand in Hand mit den strengen Regeln des Zisterzienserordens entwickelt. An der Kulturlandschaft kann man auch heutzutage das Verhältnis der Menschen zum Essen und ihrer Esskultur „ablesen“.
Die Kulinarik-Veranstaltung nahm die Besucher:innen auf eine Genuss-Reise durch die zisterziensisch geprägten Kulturlandschaften und Regionen mit. Die Besucher:innen hatten Gelegenheit hochwertige regionale Spezialitäten und Produkte sowie Produkte aus anderen Regionen und Klöstern, der internationalen CISTERSCAPES-Netzwerk beteiligten Zisterzienserklöster, zu verkosten. Gleichzeitig konnten sich die Besucher:innen über die kulturelle Bedeutung der Zisterzienser informieren.
Effekte & Zielsetzungen
Ziel der Veranstaltung ist es, einer breiten Öffentlichkeit von diesem kulturellen und kulinarischen Erbe zu erzählen und sie aktiv daran teilhaben zu lassen.
Weitere Ziele:
- Bewusstseinsbildung für die Bedeutung der Produktion regionalen Lebensmittel und die Erhaltung der Kulturlandschaft (= Identitätsstiftung über regionale Produkte)
- Sichtbarmachung der regionalen Produzenten und ihre Leistungen (Kulturlandschaftspflege und Erhaltung Biodiversität)
- Positiven Beitrag zur Erhaltung des kulturellen und kulinarischen Erbes
- Vernetzung von regionalen Erzeugern und Konsumenten
- Inwertsetzung der zisterziensisch geprägten Kulturlandschaft
- Stärkung der regionalen Identität
- Sichtbarmachung der Wertschöpfungsketten von regionalen Lebensmitteln und örtlicher Handwerkskunst
- Spezielles Angebot für Kinder und Familien
Link zum Projektbericht: Culinary Heritage – regionale Esskultur der Zisterzienser – Regionalmanagement Steirischer Zentralraum
Link zum Projektvideo: 5o Schritte durch die Esskultur der Zisterzienser
Ansprechperson